aus: Matheplanet Adventskalender, 6.Dez. 2003, von Hans-Jürgen 1)

Lunae dies delectationem reportet (Cebull., 17. Ode) -
frei übersetzt: "Der Montagsreport bereitet immer wieder Vergnügen."

Luna bedeutet auf deutsch unseren Erdtrabanten, und so bin ich bei einer Frage gelandet, die kürzlich und nebenbei in einem Thread gestellt wurde:

Hat der Matheplanet einen Mond?

Darüber habe ich noch nichts erfahren; aber angenommen, er hätte einen: was würde sich daraus ergeben?

Zum einen: wir könnten ihn vielleicht nicht sehen, denn dazu gehörte eine Sonne, die ihn bescheint, und ob es sie gibt, ist ebenfalls ungewiß. (An sich müßte sie da sein, sonst wäre unser mathematischer Himmelskörper kein Planet; nur erwähnt hat sie bisher noch keiner.)

Aber bemerken würden wir Bewohner des Matheplaneten einen Mond schon, falls er einen hätte, und zwar an den von ihm verursachten Gezeiten. Denn auf der Oberfläche des Planeten wogen ja Gedanken unablässig hin und her und bilden insgesamt eine riesige Flut. Dieses "Gedankenmeer" ist nicht nur weit ausgedehnt, sondern an einigen Stellen auch besonders tief, und nur die Mutigsten und Fähigsten (ich gehöre leider nicht dazu) sind dort in der Lage, "den Dingen auf den Grund zu gehen" und verborgene Schätze zu heben.

Und warum sollte der Matheplanet eigentlich nur einen Mond haben; warum nicht gleich ein halbes Dutzend oder mehr? Das wäre doch viel lustiger!

So könnten sie zum Beispiel aussehen, in der Mitte der Matheplanet - doch möchte ich niemandem vorgreifen ...

1) gegenüber dem Original gekürzt. Der am Anfang stehende lateinische Satz
und dessen in Klammern angedeutete Quelle sind ausgedacht. Der "Montags-Report"
ist - mit gelegentlichen, kurzen Unterbrechungen - eine ständige Rubrik des Matheplaneten.

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