Teil 2: Straßennamen, Gedenksteine und -tafeln; Vermischtes











   



  
Links: Fulda, rechts: Prag. Jan Palach war ein junger tschechischer Freiheitsheld, der sich 1968 aus Protest
gegen den Einmarsch der Warschauer-Pakt-Truppen in sein Heimatland öffentlich selbst verbrannte.

In Massa Lubrense bei Sorrent hängt diese Tafel:

Der darauf Genannte war Kanzler der nur kurzlebigen "Parthenopäischen Republik" und wurde nach deren gewaltsamer
Auflösung hingerichtet, weil er als erster auf der Sorrentinischen Halbinsel einen "Freiheitsbaum" gepflanzt hatte.


Zwischendurch etwas Friedliches:



eine Institution in Basel, deren Name interessant klingt.


Und bei uns, ganz weit im Norden:





Nicht noch weiter nördlich, sondern in Potsdam:



Der Torbogen und seine Umgebung haben eine bewegte Geschichte, zuletzt im Zusammenhang mit der Berliner Mauer. (Wikipedia)



Madonnen-Mosaik am Portal des Klosterhofs im Park Glienicke (mehr). Der Park selbst muß ein wahres
Wunderwerk an architektonischer und landschaftsgärtnerischer Vielfalt gewesen sein. (Wikipedia)

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Teil des Kastorbrunnens in Koblenz. Der französische Präfekt Doazan – die Stadt gehörte damals zu Frankreich – ließ ihn im Jahr 1812 errichten.
Der obere Teil der Inschrift erinnert an den Rußlandfeldzug Napoleons, der, ohne daß man das vorher ahnte, für ihn zur Katastrophe wurde.
1814 waren die siegreichen Russen in Koblenz; die Franzosen hatten die Stadt geräumt. Der russische Befehlshaber bewies Humor, ließ die
vorhandene Inschrift bestehen und setzte eine eigene darunter: "Vu et approuvé par nous commandant russe de la ville de Coblentz
le 1er janvier 1814." (Gesehen und genehmigt durch uns, russischer Kommandant der Stadt Koblenz, am 1. Januar 1814.) Quelle: Wikipedia


An einer Brücke über die Saale in Merseburg. Die höfische Sprachregelung
"hochselig" ist nicht christlich. In der Bibel gibt es nur "selig" (Bergpredigt).

Hier die Wiedergabe einer Gedenkplatte in Koblenz aus dem 20. Jahrhundert:



Ihr folgt eine andere, gewissermaßen als Fortsetzung, aufgenommen in Breisach, rechts hinter diesem Denkmal:






Weiter mit Historischem:

  

Links: De Gaulles Aufruf an alle Franzosen vom 18.Juni 1940, aufgenommen in Paris, wo er noch heute an verschiedenen Stellen zu sehen ist.
Rechts: Ein Denkmal des unbeugsamen Generals und späteren Staatspräsidenten am Rand der "Elysischen Felder".


Nun gehe ich in der Geschichte ganz weit zurück, zur Heiligen Elisabeth,



an deren 800. Geburtstag vor wenigen Jahren unter anderem auf der Wartburg feierlich erinnert wurde.


Das folgende Bild spiegelt ihre Anliegen zum Wohle der Menschen wider, um die sie sich bis zu ihrem frühen Tod (sie wurde nur 24 Jahre alt) aufopfernd kümmerte:




In unserer Zeit war es Mutter Theresa, die in demselben christlichen Geist Kranken und Hilflosen Trost und Beistand brachte:



Das kleine Denkmal steht in einer hochgelegenen Parkanlage mit schönen Ausblicken auf Teile von Rom.


Nach der Aufhebung des Edikts von Nantes gewährte der brandenburgische Große Kurfürst im Edikt von Potsdam
hugenottischen Flüchtlingen Asyl. Daran erinnert eine breite, detailreiche Kalksteinwand in Genf. Hier ein Ausschnitt:




Nichtkatholische Glaubensstätten in Genf und Paris:

  

  


Linke Seite - Évora, Portugal: Igreja São Francisco

  
(Interessanter Lautwechsel: ecclesia - église (frz.) - igreja (port.))


Weitere Tafeln und Inschriften zur neueren Geschichte:


In Lyon: zum Gedenken an die Vernichtung von 1,5 Millionen Armeniern 1915 durch die Regierung der "Jungtürken"
sowie an die Opfer aller weiteren Völkermorde und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Und in Aix-en-Provence:




Am Fuße des Kalvarienberges in Donauwörth



  





Es waren die Amerikaner, die Weißenfels von den Nationalsozialisten befreiten.
Gemäß dem Potsdamer Abkommen wurden sie von der Sowjetarmee abgelöst.

Dadurch folgte auf die braune Diktatur die rote. Das nächste, hierzu passende Bild stammt aus Mühlhausen:



In Meiningen an der Wand der Stadtkirche ...




... und vor dem Hauptportal (Bodenplatte)

Vier Bilder, aufgenommen in Leipzig:



  

  

Links: Der Zeitzer evangelische Pfarrer Oskar Brüsewitz verbrannte sich aus Protest gegen die atheistische Jugendpolitik der SED, wie der tschechische Student
Jan Palach, öffentlich selbst. Das Regime verschwieg zunächst seinen Märtyrertod und erklärte, als doch etwas durchsickerte, Pastor Brüsewitz für verrückt.
Seine Kirchenleitung rief zur Fürbitte für den Verstorbenen auf; die westdeutsche Evangelische Kirche hielt sich bedeckt. - Rechts: im Freiburger Münster


Diese Gedenksäulen stehen in Koblenz auf dem Wege zum Deutschen Eck:






Im Garten der deutschen Botschaft in Prag. Aufgenommen unter schlechten Fotografierbedingungen. Mir wurde verboten, näher ans Fenster zu gehen.


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Weitere Gedenktafeln:



In Marbach


In Meiningen


Zürich


Interlaken. Unklar ist die Bedeutung der Zahlenfolge unterhalb der Jaheszahl 1832.


Hildburghausen


In Halle


Friedrich Fröbel, dt. Pädagoge, Stifter des ersten Kindergartens (1840)
(Briefausschnitt, aufgen. in einem Schaukasten in Schmalkalden)


In Würzburg


Freiburg


Genf

  

Links: Mainz; rechts: Grabstein für Hoffmann von Fallersleben in Corvey


Friedrichstadt


Merseburg


Prag


Paris


Toulouse


Würzburg. Röntgen verzichtete zum Wohle der Menschheit darauf, sich seine Entdeckung patentieren zu lassen.



An einer der schönsten Stellen des Gardasees, der Punta S. Vigilio, verbrachten Otto Hahn und seine "in der Malerei sehr erfahrene" Frau Edith Junghans
ihre Flitterwochen. (Anmerkung: Der Teilsatz "qui primus atomorum vim invenit" ist irreführend. An der Entdeckung der Kernspaltung, für die Hahn den
Nobelpreis erhielt, waren auch zwei Frauen beteiligt: Lise Meitner und Ida Noddack, die bei der Ehrung leer ausgingen. Näheres dazu findet sich hier.)


Gedenktafel am Hahn-Meitner-Bau der Freien Universität in Berlin-Dahlem






In Prag. Über Chr. Doppler, dessen zwei Vornamen verschieden wiedergegeben werden, schrieb ich hier etwas.

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Besinnliches, Verschiedenes und zum Schluß wieder Lustiges:


in Esslingen


ebendort

  
Links: Interlaken, rechts: ?

In zwei Fußgänger-Unterführungen:
  
Links in Lugano, rechts in Lissabon (mit "Goethe")

  
Links: am Genfer See bei Lausanne. Schematische Darstellung von Pumpstationen mit archimedischer Schraube.
Rechts: auf einer Straße in Prag. Darstellung von Streckenverhältnissen, die mit Zirkel und Lineal konstruierbar sind.

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In Lissabon, oben auf dem Castelo de São Jorge, von wo man einen herrlichen Blick auf die Stadt und den Tejo hat,
steht ein alter Olivenbaum und unter ihm die folgende Inschrift:



An einen Passanten

Du, der du hier vorbei gehst und deinen Arm gegen mich erhebst:
bevor du mir etwas antust - betrachte mich gut!
Ich bin die Wärme in deinem Haus in kalten Winternächten.
Ich bin der freundliche Schatten, unter den du trittst, wenn du im August in der Sonne unterwegs bist,
und meine Früchte sind von köstlicher Frische, um deinen Durst auf unseren Straßen zu stillen.
Ich bin der freundliche Mittelpunkt bei dir zu Hause: deine Tischplatte,
bin das Bett, auf das du dich ausstreckst, und das Holz deines Bootes.
Ich bin der Griff an deiner Hacke,
deine Haustür, das Holz, aus dem deine Wiege gemacht wurde, und dein Sarg.
Ich bin das Brot der Güte und der Schönheit Blume.
Vorbeigehender, sieh mich gut an und tu' mir nichts Böses!

Bei diesem Übertragungsversuch ins Deutsche war mir eine Rohübersetzung mit dem google-Sprachtool von Nutzen.
Da sie hier nicht herpaßt, habe ich sie zur Ansicht/Kontrolle dort gespeichert.

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