Gott spricht zu uns Menschen ...

... auf verschiedene Weise. Für nicht wenige Gläubige tut Er es indirekt durch die Wunder Seiner Schöpfung. Für viele ist die Bibel Gottes Wort. Nach dem, was sie berichtet, sprach Gott oft zu Priestern, Propheten und Ältesten. Das geschah manchmal ganz unerwartet. Ein junger Priesterschüler, mit dem Gott Besonderes vorhatte, wurde mehrmals in einer Nacht von Ihm geweckt und wusste zunächst gar nicht, wer ihn rief. (1.Sam3,1) Seit vor rund zweitausend Jahren Jesus Christus auf Erden lebte und wirkte, spricht Gott zu denen, die auf Ihn hören, auch durch Seinen Sohn.

Ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass Gott direkt mit einzelnen Menschen redete, steht im 2. Buch Mose, Kapitel 33, aus dem ich auszugsweise zitiere (Übers. Hoffnung für alle):

1Der Herr befahl Mose: "Verlass diesen Ort! Geh mit dem Volk, das du aus Ägypten herausgeführt hast, in das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob versprochen habe! ... 7Wenn die Israeliten irgendwo ihr Lager aufschlugen, stellte Mose jedes Mal außerhalb des Lagers ein Zelt auf. Er nannte es: "Zelt der Begegnung." Jeder Israelit, der den Herrn befragen wollte, musste dorthin gehen. 8Immer wenn Mose das Lager verließ und zum Zelt ging, traten alle Israeliten an die Eingänge ihrer Zelte und blieben dort stehen. Sie schauten Mose nach, bis er im Zelt der Begegnung verschwunden war. ... 11Der Herr sprach mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie Freunde miteinander reden. Danach kehrte Mose wieder ins Lager zurück. ... 12Mose sagte zum Herrn: "Du befiehlst mir, dieses Volk nach Kanaan zu bringen, aber du hast mir noch nicht gezeigt, wen du mit mir senden willst. Du hast gesagt, dass du mich ganz genau kennst und ich deine Gunst gefunden habe. 13Wenn du nun wirklich mit mir bist, dann lass mich deine Pläne erkennen! Ich möchte dich besser verstehen und weiter deine Hilfe erfahren. Denke doch daran: Dieses Volk ist dein Volk!" 14Der Herr antwortete: "Ich selbst werde dir vorangehen und dich in ein Land bringen, in dem du in Frieden leben kannst!" ... 18Mose bat: "Lass mich dich in deiner Herrlichkeit sehen!" 19Der Herr erwiderte: "Ich will an dir vorüberziehen, damit du sehen kannst, wie gütig und barmherzig ich bin. Meinen eigenen Namen 'der Herr' werde ich vor dir aussprechen. ... 20Mein Gesicht darfst du nicht sehen, denn kein Mensch, der mich gesehen hat, bleibt am Leben! 21Aber du kannst hier bei mir auf dem Felsen stehen. 22Wenn ich dann in meiner Herrlichkeit vorüberziehe, stelle ich dich in eine Felsspalte und halte meine Hand schützend über dich, bis ich vorübergegangen bin. 23Dann ziehe ich meine Hand zurück, und du kannst mir hinterherschauen; mein Gesicht aber darf niemand sehen!"

Anmerkung: Dass nach Vers 11 Gott mit Mose wie ein Freund "von Angesicht zu Angesicht" sprach, ist eine im Deutschen gebräuchliche Sprachfigur und hier nur in übertragenem Sinn zu verstehen. V. 11 steht nicht im Widerspruch zu V. 20-23.

An anderer Stelle in der Bibel (1. Mose18,16-33) wird erzählt, dass Abraham mit Gott nicht nur sprach, sondern regelrecht mit Ihm verhandelte. Dabei ging es um das Leben Unschuldiger in der Stadt Sodom und Gomorra, die Gott vernichten wollte.

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